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10.05.2012 Schutzhund Biko in der 2b!

Im Sachunterricht behandeln wir gerade das Thema Haustiere. Zum Thema Hund beschäftigen wir uns damit, dass auch Hunde so eine Art Beruf ausüben können.

Am Freitagmorgen besucht uns dann ein richtiger Polizeihund in der Schule. Sein Besitzer heißt Herr Plogsties . Er ist Hundeführer bei der Polizei. Wir erwarten die beiden am Freitagmorgen sehr gespannt. Biko heißt der Polizeihund. Er ist ein fast acht Jahre alter Rüde und gehört zur Rasse des „Belgischen Schäferhundes“. Seitdem er ein Welpe ist, lebt er bei seinem jetzigen Herrchen. Besitzer dürfen wir nicht sagen, denn das ist die Polizei. Also seit Bikos drittem Lebensmonat ist er bei seinem Hundeführer. Als er ungefähr ein Jahr alt war, musste Biko eine Schule für Polizeihunde besuchen, die Polizeihundeakademie bei Bremen. In seiner „Klasse“ waren noch fünf andere Polizeihunde. Biko wurde zum Schutzhund ausgebildet. Zu seinen Aufgaben gehört natürlich der Schutz seines Herrchens, zum Beispiel bei großen Fußballspielen. Er muss aber auch Diebe und andere Verbrecher verfolgen und finden. Dazu machen wir eine tolle Übung in der Turnhalle. Unsere Klasse sitzt ganz leise auf den Bänken und Biko wartet noch draußen im Polizeiauto. Der Polizist versteckt nun jemanden in einem großen Kasten ganz hinten im Geräteraum. Biko darf nun in die Halle, bekommt einen Befehl und fängt aufgeregt an zu suchen. Auf dem glatten Boden rutscht er ständig aus. Das tut uns Leid! Es vergehen keine fünf Minuten, da findet seine Supernase den Versteckten. Nun, so wie er es gelernt hat, setzt er sich vor den Kasten und „ verbellt“ die gefundene Person. Biko hört erst auf damit, als Herr Plogsties ihm ein neues Kommando erteilt. Nach der Übung dürfen wir unsere vielen Fragen loswerden. Während Biko im Klassenzimmer herumläuft, beantwortet der Polizist geduldig unsere Fragen. So erfahren wir, dass Biko sogar zubeißen darf, aber nur, wenn der Verbrecher versucht, wegzulaufen. Wenn er stehenbleibt, muss auch der Hund stehen bleiben und darf nur noch bellen. Übrigens: Kinder würde er niemals verfolgen. Zweimal im Monat fährt Biko mit seinem Herrchen nach Bremen zum Üben. Auch er muss genau wie wir immer wieder das Gelernte üben. Zum Beispiel kann Biko selbst mit einem Maulkorb im Gesicht seinen Hundeführer verteidigen. Er benutzt ihn wie einen Boxhandschuh. Draußen auf dem Fußballplatz zeigen uns Herr und Hund, wie Biko das macht. Es sieht zum Fürchten aus. Wenn Biko allerdings nach Dienstschluss mit seinem Herrchen nach Hause fährt, ist er ein ganz normaler Familienhund, der auf dem Wohnzimmerteppich ein Schläfchen hält. Zwischen dem Hundeführer und seinem Hund muss ein sehr großes Vertrauensverhältnis bestehen, sonst klappt die Arbeit nicht. Biko hört nur auf seinen „Chef“- seinen Rudelführer. Wenn er ungefähr zehn Jahre alt wird, muss Biko in den Ruhestand. Deshalb bildet Herr Plogsties jetzt schon mit Bikos Hilfe einen neuen Welpen aus, der später einmal Bikos Aufgaben übernimmt. Viele von uns interessieren sich jetzt für den Beruf des Hundeführers, weil wir festgestellt haben, dass Hund und Herrchen viel Freude bei der Arbeit haben.

Klasse 2b, Schule in der Dodesheide

Hier sind wir u.a. dabei: